Vision

Pfarrer Michael Holst:

Ich lade Sie ein, mit mir eine kleine Zeitreise in die Zukunft zu machen. Stellen Sie sich folgendes vor: Corona ist Vergangenheit. Wir können uns wieder ohne Mund-Nasen-Schutz begegnen, die Hand geben, singen und uns umarmen. Wir erkennen an der Mimik des anderen, wie es ihm geht, ob er oder sie sogar lächelt.

Und es ist Reformationstag. Voller Vorfreude machen wir uns auf den Weg zur Stadtkirche zum jährlichen Festgottesdienst.
Auf dem Weg begegnet uns schon der ein oder andere Freund und gemeinsam gehen wir die letzten Meter zum Wilhelm-Leuschner-Platz. Der Menschenverkehr wird dichter. Hier ein Händedruck. Dort ein freundliches "Hallo" über die Menschenmenge hinweg. Unter dem Klang der Kirchenglocken gehen wir in die Kirche und nehmen Platz. Ganz aufgeregt erwarten wir die ersten Töne unserer neuen Orgel.

Die Eingangsmusik ertönt. Voller Staunen und mit viel Bauchkribbeln lassen wir uns von dieser Musik in die heilige Gegenwart Gottes führen. Wir spüren in dieser Musik ein Stück Unendlichkeit. Die tiefen, schweren Töne lassen uns vor Ehrfurcht an Gottes Größe und Macht denken. Sie durchfahren unseren Körper und erinnern uns an Gott als Schöpfer und Herrn über alle Gewalten.
Die hellen, strahlenden Töne der Orgel nehmen uns mit in unser Gotteslob. Das schnelle, facettenreiche Spielen der Orgel hat etwas Glitzerndes, fast Greifbares an sich. Die verschiedenen Register erinnern uns an die Vielfalt des Lebens.
Wir schließen die Augen und treten vor Gott, anbetend. Der Klang der Orgel füllt den ganzen Raum. Der mächtige und volle Ton der Orgel transportiert die wunderbare Akustik und hallt noch lange in unseren Ohren und Herzen nach. Unter dem Sternenhimmel der Stadtkirche spüren wir, wie sich in der Musik Himmel und Erde begegnen. Aus ganzem Herzen singt die Gemeinde in der brechend vollen Kirche zum Orgelstück „ein feste Burg ist unser Gott“. Auch der über die letzten Jahre gewachsene Chor singt mit voller Inbrunst mit. Die vielen Fundraising-Aktionen haben neue, junge Menschen für die Kirchenmusik begeistern können.

Der Gottesdienst ist vorbei. Mit der warmen Herbstsonne stehen wir vor der Kirche unter großer Anteilnahme der Presse. Stolz schauen wir nach oben. Hier haben wir etwas Einzigartiges. Mit unserer neuen Orgel ist ein wichtiger Standort für Kirchenmusik in Langen und im ganzen Dekanat ausgebaut worden. Majestätisch ist nun auch wieder unsere Musik hier am Dom der Dreieich – bereit für besondere Festgottesdienste und Konzerte. Bereit für Gesang und besondere Orgelzeiten. Bereit für neue musikalische Konzepte. Gespannt schauen wir, was Neues an unserem Standort für einzigartige Orgel- und Kirchenmusik in der Region entsteht.

Und nun beenden wir unsere kleine Zeitreise und kehren zurück in die Gegenwart.

Unser Ziel

Wir wollen die Langener Stadtkirche und die Kirchenmusik zukunftsfest machen. Mit einer neuen, hochwertigen Orgel ergibt sich die einmalige Chance, den sakralen Raum mit neuem Spitzenklang angemessen zu füllen.

Wir wollen erreichen, dass die Evangelische Stadtkirche Langen mit der neuen Orgel den Anforderungen eines anspruchsvollen Musikgenusses in Gottesdienst und Konzert gerecht wird.

Finanzierung

Der überwiegende Anteil eines Orgelneubaus ist Handarbeit! Für eine neue Orgel dieser Größe ist von mehreren tausend Arbeitsstunden auszugehen. Um die geforderte Klangqualität und Nachhaltigkeit zu erreichen, müssen hochwertige und damit hochpreisige Materialien verbaut werden.

Wir gehen von einer Investition in Höhe von 800.000 Euro aus.

  • Ein mittlerer 5-stelliger Betrag an Mitteln ist vor Projektbeginn bereits vorhanden.

  • 20 % des Investitionsvolumens, also 160.000 Euro, sind als Zuschuss von der EKHN zu erwarten.

Die verbleibende Differenz ist durch Fundraising aufzubringen.

Spendenkonto